Worum geht es bei ProLinOS?

ProLinOS steht für (Pro) Linux (Lin) und freie, quelloffene Programme (OS – Open Source) und ist ein unabhängiges, privat betriebenes Projekt. Hier geht es daher um Alternativen zu proprietären, unfreien und in der Regel zentral und geschlossen angelegten Webdienste großer Internetkonzerne und insoweit um den Einsatz freier GNU/Linux basierten Systeme sowie dezentraler, werbe- und trackingfreier Server-Dienste, bei denen quelloffene Software und Verschlüsselungstechnik zum sicheren Betrieb genutzt wird. Das Ziel hierbei ist, die digitale Privatheit und die freie, unüberwachte Kommunikation im Internet sowie einen wirksamen Schutz der eigenen Daten und des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung sicher zu stellen.

Da liegt natürlich auch der Grund, warum ich meine Daten nicht irgendwo auf dieser Welt bei einem der großen IT-Konzerne ablege oder deren soziale Netzwerke nutze, sondern seit vielen Jahren eigene Server mit entsprechenden Diensten betreibe, wobei die aktuelle Maschine von ProLinOS ihren Standort in unserem Haus in der Hansestadt Bremen hat und insoweit schlicht ein Home-Server ist. Nach meiner Überzeugung ist die Dezentralisierung auf kleinen Servern zusammen mit dem Einsatz quelloffener GNU/Linux basierter Betriebssysteme, Anwendungen und Verschlüsselungen eine Grundbedingung für IT-Sicherheit, digitale Privatheit und informationelle Selbstbestimmung der Anwender und Nutzer von Webdiensten. Quelloffen bedeutet nicht zwangsläufig, dass eine Software sicherer ist, aber die Möglichkeit den Code einzusehen bietet uns zumindest die Option für mehr Sicherheit. Das Maximum an Vertrauen in einen angebotenen Dienst, kann nur eine quelloffene Anwendung bieten. Ohne die Möglichkeit, den Code zu prüfen, ist es praktisch unmöglich, Hintertüren zu entdecken. Insoweit kann der einzelne Nutzer den Versprechen der großen Anbieter unfreier Dienste zu Daten- und Kommunikationssicherheit allenfalls blind vertrauen, mehr nicht. Hinzu kommen, wie an immer neuen Enthüllungen und Datenskandalen deutlich wird, weltweit zunehmende staatliche Überwachungs- und Ausspähmaßnahmen, die bei den Versuchen, einige Straf- oder Übeltäter zu finden, tief in die Grundrechte sämtlicher unbescholtenen und rechtstreuen Bürger eingreifen, oder einzelne IT-Unternehmen zur Integration verdeckter Hintertüren im Sinne von Überwachungsmöglichkeiten für Behörden in ihre Softwareprodukte drängen und Webdienstleister per Gesetz oder dem Argument der nationalen Sicherheit im Geheimen zur Kooperation und Herausgabe von Nutzerinformationen verpflichten.

Bei allen Vorteilen und Annehmlichkeiten, die uns moderne IT-Technik und das Internet bietet, wird es insoweit zunehmend wichtiger, hierbei auch für die eigene IT-Sicherheit und einen verlässlichen Schutz der genutzten Geräte, persönlichen Daten und privaten Kommunikation wirksam Sorge zu tragen, damit es nicht zu einem Kontrollverlust kommt und die persönliche digitale Privatheit und das informationelle Selbstbestimmungsrecht, also das Recht, grundsätzlich selbst darüber bestimmen zu können, welche personenbezogenen Daten von einem erhoben und wie verwendet werden dürfen, nicht gänzlich verloren gehen. In diesem Sinne betreibe ich bereits seit Jahren den Server von ProLinOS frei nach dem Motto: „Damit eigene Daten eigene Daten bleiben“.

Was geht bei den Diensten von ProLinOS?

Diese Webseite stellt zunächst die Projektplattform dieses Home-Server Projekts dar, auf der neben Informationen zu dessen aktuellen  Verlauf auch die auf dem Server von ProLinOS betriebenen Webdienste vorgestellt werden, die natürlich von mir selbst und einem aus Familienmitgliedern sowie guten Freunden und Bekannten bestehenden Benutzerstamm bereits seit Jahren genutzt werden, wobei natürlich bei diesem Projekt kein kommerzielles Interesse besteht. Also alles nur von privat für privat.

Bei einem Home-Server Projekt wie ProLinOS handelt es sich nun keineswegs um ein allgemeines Massenprojekt, mit dem vorrangig einer großen Zahl an Nutzern ein Webdienst zur Verfügung gestellt werden soll. Dennoch möchte ich im Rahmen der Leistungsfähigkeit dieses Projekts zumindest einer begrenzten Anzahl an alternativen Lösungen interessierter Privatpersonen die Möglichkeit zum Testen und zur Mitbenutzung der hier mit freier Software realisierten Web-Dienste einräumen. Dies betrifft aktuell den XMPP-Server für Instant Messaging und den Cloud-Speicher zur Datenablage und Synchronisation.

Der eBook-Server wird hier lediglich als alternative Lösung zur Realisierung einer freien und persönlichen Online-Bibliothek vorgestellt und nur von mir genutzt. Der Stun-/ Turn-Server von ProLinOS ist ebenfalls nicht öffentlich oder allgemein zugänglich, steht aber den Nutzern des XMPP-Servers und des Cloud-Speichers zur Verfügung und ermöglicht diesen Videotelefonate bzw. Videokonferenzen zu führen. Mit einem eigenen Proxy-Server läuft im Hintergrund noch ein weiterer nicht allgemein zugänglicher Dienst, der wiederum nur den Nutzer des XMPP-Servers für Dateiübertragungen zur Verfügung steht.

Wer steht hinter ProLinOS?

ProLinOS ist ein von mir (Wolfgang Jörgensen) privat begründetes und betriebenes Projekt und nein, ich bin kein ausgebildeter Systemadministrator oder Fachinformatiker, sondern komme als Jurist zunächst einmal aus einer ganz anderen beruflichen Ecke. Allerdings gehöre ich andererseits zu den Zeitgenossen, die bereits vor mehr als 30 Jahren nicht nur mit Interesse die ersten PC Anfänge und die dann einsetzende rasante Entwicklung der IT-Technik beobachtet, sondern sich auch frühzeitig mit der Nutzung dieser neuen Technik beschäftigt haben. In den 1990er Jahren habe ich GNU/Linux entdeckt. Der Beginn einer immer noch andauernden Begeisterung für freie und quelloffene Betriebssysteme und Anwendungsprogramme, der dann auch die Umstellung meiner Rechner auf GNU/Linux Systeme und nur etwas später mein erster Debian Server folgte. Mittlerweile beschäftige ich mich nun bereits über 20 Jahre mit GNU/Linux Systemen und betreibe seither auch durchgehend eigene Server mit entsprechenden freien Webdiensten.