Worum geht es bei ProLinOS?

ProLinOS ist ein unabhängiges, werbe- und trackingfreies, privat betriebenes Projekt. Hier dreht sich abseits der propritären Systeme und Webdienste der großen Internetkonzerne mehr oder weniger alles um den Einsatz von GNU/Linux und die Nutzung freier Betriebssysteme und dezentraler Webdienste bei denen quelloffene Software und Verschlüsselungstechnik zum Betrieb sicherer Computersysteme und Webdienste eingesetzt wird. Der eigentliche Zweck und vorrangiges Ziel hierbei ist, so die eigene digitale Privatheit und die freie, unüberwachte Kommunikation im Internet sowie einen wirksamen Schutz der eigenen Daten und des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung sicher zu stellen.

Im Rahmen des Projekts ProLinOS stellt diese Webseite die Projektplattform dar, auf der sich neben grundsätzlichen Informationen zu dem Projekt und dessen weiteren aktuellen Verlauf insbesondere auch solche zu den im Rahmen dieses Projekts auf einem eigenen Server betriebenen Webdiensten finden. Hinsichtlich dieser von mir selbst und einem aus Familienmitgliedern sowie guten Freunden und Bekannten bestehenden festen Benutzerstamm nun schon seit Jahren genutzten Webdienste biete ich im Rahmen der Leistungsfähigkeit dieses privaten Projekts gerne auch weiteren an dezentralen Webdiensten interessierten Leuten die Möglichkeit, die verfügbaren Webdienste auszuprobieren und gegebenenfalls auch dauerhaft zu nutzen. Näheres hierzu findet sich unter dem Hauptmenüpunkt „Server-Dienste“.

Wer steht hinter ProLinOS?

ProLinOS ist ein privates von mir (Wolfgang Jörgensen) begründetes und betriebenes Projekt. Und um es gleich klarzustellen, nein ich bin kein ausgebildeter Systemadministrator oder Fachinformatiker, sondern komme als Jurist zunächst einmal aus einem ganz anderen beruflichen Bereich.

Allerdings gehöre ich auch zu den Zeitgenossen, die vor mehr als 30 Jahren nicht nur mit Interesse die ersten PC Anfänge und die dann einsetzende rasante Entwicklung der IT-Technik beobachtet, sondern sich auch frühzeitig mit deren Nutzung und insbesondere dem betrieblichen Einsatz dieser neuen Technik beschäftigt haben. Mein erstes Kanzleiverwaltungsprogramm lief zur damaligen Zeit noch als DOS-Software und die bei dem Kauf eines neuen PC als Zugabe mitgelieferten Disketten mit einem Betriebssystem namens Windows wurden noch achtlos zur Seite gelegt.

Im Rahmen der weiteren über die reine IT-Technik hinausgehenden Beschäftigung mit verschiedenen Programmiersprachen und Betriebssystemen sowie den neuen Möglichkeiten die das aufkommenden Internet eröffnete, habe ich in den 1990er Jahren GNU/Linux entdeckt. Der Beginn einer immer noch andauernden Begeisterung für freie und quelloffene Betriebssysteme und Anwendungsprogramme. Der Beschäftigung mit verschiedenen Distributionen und dem Betrieb entsprechender Testsysteme folgte dann die generelle Umstellung meiner Rechner auf GNU/Linux Systeme und im Jahr 2001 mein erster Debian GNU/Linux-Server. Mittlerweile beschäftige ich mich nun bereits über 20 Jahre mit GNU/Linux, der Administration eigener Server und dem betrieb dezentraler Webdienste.

Warum ProLinOS?

Die Motivation zu dem Projekt ProLinOS ist sicherlich zu einem nicht geringen Teil zunächst einmal in einem grundsätzlichen Faible für GNU/Linux und Open Source begründet. Quelloffen bedeutet nicht zwangsläufig, dass eine Software sicherer ist, aber die Möglichkeit den Code einzusehen bietet zumindest die Option für mehr Sicherheit. Das Maximum an Vertrauen in einen angebotenen Dienst, kann nur eine quelloffene Anwendung bieten. Ohne die Möglichkeit, den Code zu prüfen, ist es praktisch unmöglich, Hintertüren zu entdecken. Hinzu kommt aber auch die Überzeugung, dass Entwicklungen, wie sie z. B. in dem Eigenleben und hierbei insbesondere den unautorisierten Verbindungsaufnahmen bei unfreien, kommerziellen Betriebssystemen oder in den Regelungen der AGBs von proprietären Cloud-Speichern und zentralisierten sozialen Diensten der großen kommerziellen Internetkonzerne zu beobachten sind, einen zunehmenden Kontrollverlust über die eigenen Geräte und insbesondere die persönlichen Daten zur Folge haben.

Von ganz besonderer Bedeutung sind für mich als Jurist in diesem Zusammenhang zudem die spätestens mit dem NSA-Skandal und den weiteren nachfolgenden Enthüllungen deutlich gewordenen staatlichen Überwachungs- und Ausspähmaßnahmen, die bei dem Versuch, einige wenige Straf- oder Übeltäter zu finden, tief in die Grundrechte sämtlicher unbescholtenen und rechtstreuen Bürger eingreifen, Unternehmen zur Integration von Hintertüren und Überwachungsmöglichkeiten für Behörden in ihre Softwareprodukte drängen und ebenso wie Dienstleister durch immer neue Überwachungsgesetze oder dem Argument der nationalen Sicherheit im Geheimen zur Kooperation und Herausgabe von Nutzerinformationen verpflichten.

Bei allen Vorteilen und Annehmlichkeiten, die uns moderne IT-Technik und das Internet bietet, wird es insoweit zunehmend wichtiger, hierbei auch für die eigene IT-Sicherheit und einen verlässlichen Schutz der persönlichen Daten und privaten Kommunikation wirksam Sorge zu tragen, damit die digitale Privatheit und das informationelle Selbstbestimmungsrecht, also das Recht, grundsätzlich selbst darüber bestimmen zu können, welche personenbezogenen Daten von einem erhoben und wie verwendet werden dürfen, nicht gänzlich verloren gehen.