Suchen mit der Metasuchmaschine Searx

Eine interessante Alternative zu den allseits bekannten Suchmaschinen kommerzieller Anbieter stellt die von dem „Searx-Projekt“ entwickelte Metasuchmaschine Searx dar, die als freie und quelloffene Software nicht nur auf die Privatsphäre des Anwenders bedacht ist und vielfältige Einstellmöglichkeiten bietet, sondern im Gegensatz zu vergleichbaren Diensten wie MetaGer oder Ixquick auch auf dem eigenen Server installiert und betrieben werden kann.  Auf der Projektseite stehen hierzu für versierte Anwender entsprechende Anleitungen zu den Linux-Distributionen Debian und Ubuntu bereit.

Wie alle Metasuchmaschinen sendet auch Searx die von einem Benutzer eingegebene Suchanfrage an mehrere andere Suchmaschinen und fasst die Suchergebnisse der verschiedenen Quellen dann in einer Ergebnisliste zusammen. Hierbei legt Searx allerdings im Gegensatz zu den großen kommerziellen Suchanbietern, die sich letztlich in der Regel über Werbung und den Weiterverkauf der persönlichen Daten ihrer Nutzer finanzieren, besonderen Wert auf den Schutz der Privatsphäre. Es werden daher im Hintergrund weder Nutzerdaten gesammelt noch irgendwelche Nutzerprofile angelegt oder irgendeine Form von Tracking betrieben und Cookies werden nicht ungefragt, sondern nur dann, wenn der Nutzer persönliche Sucheinstellungen sichern möchte, gesetzt.

Die Testinstanz auf ProLinOS

Um einen Eindruck von der Arbeitsweise, den möglichen Einstellungen und der Leistungsfähigkeit der Metasuchmaschine Searx zu vermitteln, habe ich auf ProLinOS eine Testinstanz installiert, über die für interessierte Leute die Möglichkeit gegeben ist, Searx einmal selbst auszuprobieren. Hierzu sei vorweg noch angemerkt, dass entsprechend den Darlegungen in der Datenschutzerklärung auf dem Server von ProLinOS keinerlei Logging bei der Suche mit Searx aktiv ist und auch die Sucheingabe aufgrund der verschlüsselten Verbindung nicht belauscht werden kann. Der Benutzer bleibt insoweit anonym und die in die Suche einbezogenen Suchanbieter können neben dem Suchbegriff selbst immer nur die IP des Servers von ProLinOS registrieren.

Besonders interessant und für den Nutzer sicherlich höchst erfreulich sind die diversen recht einfach zu handhabenden Einstellungsmöglichkeiten, auf die über den in der Kopfleiste befindlichen Button Einstellungen zugegriffen werden kann. Neben der gewünschten Sprache und dem Design sowie einigen weiteren allgemeinen Einstellungen können differenziert nach Suchkategorien zur Zeit rund 70 Onlinequellen genutzt und jeweils aktiviert oder deaktiviert werden, wobei es aber wenig Sinn macht, diese nun sämtlich für jede Suche aktiv zu schalten.

Bei der hier auf dem Projektserver von ProLinOS laufenden Testinstanz von Searx habe ich neben der Einfügung eines Designs im ProLinOS Style lediglich einige allgemeine Voreinstellungen zur Such- und Oberflächensprache vorgenommen und es hinsichtlich der zu den verschiedenen Kategorien aktivierten Suchmaschinen sowie den Erweiterungen bei den von den Entwicklern getroffenen Voreinstellungen belassen, da diese meiner Ansicht nach sehr gut gewählt sind und ich bisher mit den Suchergebnissen zufrieden war.

Die Testinstallation kann insoweit ohne Änderungen direkt ausprobiert und für eine Suche genutzt werden. Es steht aber auch jedem frei, die Sucheinstellungen entsprechend den eigenen Vorstellungen anzupassen. Sollen diese dann auch beibehalten werden, können sie mit einem Klick auf den Button Speichern in einem Cookie auf dem eigenen Rechner hinterlegt und bei dem nächsten Besuch der Testinstallation von ProLinOS-Searx wieder ausgelesen und genutzt werden. Diese datenschutzfreundliche Lösung führt dazu, dass keinerlei persönliche Daten oder Sucheinstellungen eines Nutzers auf dem Projektserver von ProLinOS gespeichert werden müssen.